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	<title>MABLOG &#187; PLACES</title>
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		<title>Märchen aus Stein</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 18:05:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GOE</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Herzen Europas liegt ein magischer Ort von bezaubernder Schönheit. Tiefe Schluchten, bizarre Felsnadeln und dichte Wälder machen die Sächsische Schweiz zu einem der malerischsten deutschen Naturparks. In ihm liegt auch das Elbsandsteingebirge, das mit seinen unzähligen Gipfeln und Bergrouten zu den abwechslungsreichsten außeralpinen Klettergebieten gehört. Auf einer Fläche von 700 Quadratkilometern erstreckt es sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Herzen Europas liegt ein magischer Ort von bezaubernder Schönheit. Tiefe Schluchten, bizarre Felsnadeln und dichte Wälder machen die Sächsische Schweiz zu einem der malerischsten deutschen Naturparks. In ihm liegt auch das Elbsandsteingebirge, das mit seinen unzähligen Gipfeln und Bergrouten zu den abwechslungsreichsten außeralpinen Klettergebieten gehört. Auf einer Fläche von 700 Quadratkilometern erstreckt es sich bis nach Tschechien und wirkt wie eine märchenhafte Landschaft auf Tolkiens Mittelerde.</p>
<p><a rel="https://www.maground.com/de/detail/38253/" href="https://www.maground.com/de/detail/38253/" target="_blank"><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"><img class="alignnone size-full wp-image-2677" title="ma-DFE_37_1_1_38253" src="http://blog.maground.com/wp-content/uploads/2010/02/ma-DFE_37_1_1_38253.jpg" alt="ma-DFE_37_1_1_38253" width="598" height="449" /></span></a><span style="font-size:  8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB">Die Bastei gehört zu den  beliebtesten Aussichtspunkten im Elbsandsteingebirge. Fast 200 Meter  fällt das Riff zur Elbe hinab.</span></p>
<p><span style="font-size:  8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"><span id="more-2670"></span></span>Schon Caspar David Friedrich zog diese einzigartige Kulisse in ihren Bann und bildete die Vorlage für seinen „Wanderer über dem Nebelmeer“, das zu einem der berühmtesten Werke der Romantik wurde. Zahlreiche Mythen ranken sich um die Felsformationen, die wunderliche Namen wie Herkulessäule, Barbarine oder Affenstein tragen und die Phantasie ihrer Besucher beflügeln. Und tatsächlich erzählen viele der Höhlen und Plateaus des Mittelgebirges Geschichten aus finsteren Tagen, als Felsenburgen und Grotten den Menschen nicht nur Zuflucht boten. In der Felsgruppe der Affensteine etwa liegt der Frienstein, auch als Vorderes Raubschloss bekannt. In der verlassenen Burgwarte am Nordhang des Großen Winterbergs hausten im 15. Jahrhundert Raubritter, die ihre Opfer im Inneren des Berges malträtierten.</p>
<p><a rel="https://www.maground.com/de/detail/24749/" href="https://www.maground.com/de/detail/24749/" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-2674" title="ma-MHA_113_1_1_24749" src="http://blog.maground.com/wp-content/uploads/2010/02/ma-MHA_113_1_1_24749.jpg" alt="ma-MHA_113_1_1_24749" width="598" height="238" /></a><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB">Blick auf die Bastei, deren gleichnamige Brücke über eine 40 Meter tiefe Schlucht führt.<br />
</span></p>
<p>Enge Stiege führen auf steilen Pfaden durch den zerklüfteten Sandstein, an dessen verwinkelten und teilweise schwer zugänglichen Hängen verborgene Eingänge in den Stein führen. Hier finden sich auch für die Region typische Tafelberge, wie der Lilienstein, der wegen seiner markanten Erscheinung als Wahrzeichen des Landstrichs gilt. In direkter Nachbarschaft liegt auf dem Plateau des Königstein eine der größten Bergfestungen Europas. In ihrer wechselhaften Geschichte war sie zeitweise Kloster, Jagdschloss und Gefängnis. Aus einer Höhe von 240 Metern blickt man von dort hinab auf die Elbe, die sich wie ein schmales Band durch das idyllische Tal windet.</p>
<p><a rel="https://www.maground.com/de/detail/38264/" href="https://www.maground.com/de/detail/38264/" target="_blank"><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"><img class="alignnone size-full wp-image-2679" title="ma-DFE_41_1_1_38264" src="http://blog.maground.com/wp-content/uploads/2010/02/ma-DFE_41_1_1_38264.jpg" alt="ma-DFE_41_1_1_38264" width="598" height="329" /></span></a><span style="font-size:  8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB">Wie auf einem Gemälde präsentiert  sich die traumhafte Landschaft dem Betrachter unter düsterem Himmel.</span><span style="font-size: 8pt;  font-family: Arial;" lang="EN-GB"> </span><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"> </span></p>
<p>Solch traumhafte Panoramablicke über das Elbtal locken jährlich Millionen Besucher in den Nationalpark, die sich dem Zauber der schroffen Natur hingeben. Um dieses wertvolle Kleinod auch für die Zukunft zu erhalten, wurde der einmalige Naturraum als Kandidat für das UNESCO-Weltnaturerbe vorgeschlagen.</p>
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<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: Arial;">Im Herzen Europas liegt ein magischer Ort von bezaubernder Schönheit. Tiefe Schluchten, bizarre Felsnadeln und weitläufige Wälder machen die Sächsische Schweiz zu einem der malerischsten deutschen Naturparks. In ihm liegt auch das Elbsandsteingebirge, das mit seinen unzähligen Gipfeln und Bergrouten zu den abwechslungsreichsten außeralpinen Klettergebieten Europas gehört. Auf einer Fläche von 700 Quadratkilometern erstreckt es sich bis nach Tschechien und wirkt wie eine märchenhafte Landschaft auf Tolkiens Mittelerde.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: Arial;">Schon Caspar David Friedrich zog diese einzigartige Kulisse in ihren Bann und bildete die Vorlage für seinen „Wanderer über dem Nebelmeer“, das zu einem der berühmtesten Werke der Romantik wurde. Zahlreiche Mythen ranken sich um die Felsformationen, die wunderliche Namen wie Herkulessäule, Barbarine oder Affenstein tragen und die Phantasie ihrer Besucher beflügeln. Und tatsächlich erzählen viele der Höhlen und Plateaus des Mittelgebirges Geschichten aus finsteren Tagen, als Felsenburgen und Grotten den Menschen nicht nur Zuflucht boten. In der Felsgruppe der Affensteine etwa liegt der Frienstein, auch als Vorderes Raubschloss bekannt. In der verlassenen Burgwarte am Nordhang des Großen Winterbergs hausten im 15. Jahrhundert Raubritter, die ihre Opfer im Inneren des Berges malträtierten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: Arial;">Enge Stiege führen auf steilen Pfaden durch den zerklüfteten Sandstein, an dessen verwinkelten und teilweise schwer zugänglichen Hängen verborgene Eingänge in den Stein führen. Hier finden sich auch für die Region typische Tafelberge, wie der Lilienstein, der wegen seiner markanten Erscheinung als Wahrzeichen des Landstrichs gilt. In direkter Nachbarschaft liegt auf dem Plateau des Königstein eine der größten Bergfestungen Europas. In ihrer wechselhaften Geschichte war sie zeitweise Kloster, Jagdschloss und Gefängnis. Aus einer Höhe von 240 Metern blickt man von dort hinab auf die Elbe, die sich wie ein schmales Band durch das idyllische Tal windet.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: Arial;"> </span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">Solch traumhafte Panoramablicke über das Elbtal locken jährlich Millionen Besucher in den Nationalpark, die sich dem Zauber der schroffen Natur hingeben. Um dieses wertvolle Kleinod auch für die Zukunft zu erhalten, wurde der einmalige Naturraum als Kandidat für das UNESCO-Weltnaturerbe vorgeschlagen.</span></div>
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		<title>Der Pfad des Todes</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 08:04:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GOE</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus dem dichten Nebel des wolkenverhangenen Bergregenwaldes ertönt ein lautes Hupen, bevor ein Jeep vorsichtig eine enge Kurve passiert. Behutsam lenkt der Fahrer seinen Geländewagen den Abgrund entlang. Es hat ihn an die steilen Hänge des bolivianischen Hochlands verschlagen, wo auf einer Höhe von 3.600 Metern der Camino de la Muerte beginnt – die Straße [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus dem dichten Nebel des wolkenverhangenen Bergregenwaldes ertönt ein lautes Hupen, bevor ein Jeep vorsichtig eine enge Kurve passiert. Behutsam lenkt der Fahrer seinen Geländewagen den Abgrund entlang. Es hat ihn an die steilen Hänge des bolivianischen Hochlands verschlagen, wo auf einer Höhe von 3.600 Metern der <em>Camino de la Muerte</em> beginnt – die Straße des Todes. So eindrucksvoll wie sich die Landschaft auf einer Strecke von rund 60 Kilometern entfaltet, so riskant ist die Abfahrt ins tropische Tiefland.</p>
<p><a rel="https://www.maground.com/de/detail/38154/" href="https://www.maground.com/de/detail/38154/" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-2657" title="ma-DFO_156_1_38154" src="http://blog.maground.com/wp-content/uploads/2010/02/ma-DFO_156_1_38154.jpg" alt="ma-DFO_156_1_38154" width="598" height="449" /></a><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB">Abenteuerlicher wird man kaum durch das bolivianische Hochland reisen können.</span></p>
<p><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"><span id="more-2630"></span></span>Der stellenweise nur drei Meter breite Bergpass wurde vor achtzig Jahren von Häftlingen in den Fels getrieben und führt von La Paz hinab nach Coroico, in die Täler der Yungas. Das milde Klima unten im Amazonas-Regenwald bildet die landwirtschaftliche Grundlage für die Versorgung der Millionenstadt in den Anden. Dafür quälen sich vollbeladene Lkw über 3.000 Höhenmeter den Pass hinauf. Weil die Kante der schmalen Piste in der Vergangenheit regelmäßig unter ihrer tonnenschweren Last weggebrochen ist, herrscht Linksverkehr auf der leitplankenlosen Straße, neben der ein bis zu 600 Meter tiefer Abgrund gähnt. Hier ereignete sich 1983 auch der bis heute tragischste Verkehrsunfall Boliviens, als ein Bus mit 100 Insassen in die Tiefe stürzte. Hunderte Opfer hat der Todespfad in den vergangenen Jahrzehnten gefordert und trägt deshalb seit 1995 den zweifelhaften Titel der gefährlichsten Straße der Welt.</p>
<p><a rel="https://www.maground.com/de/detail/21211/" href="https://www.maground.com/de/detail/21211/" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-2641" title="ma-GST_51_1_1_21211" src="http://blog.maground.com/wp-content/uploads/2010/02/ma-GST_51_1_1_21211.jpg" alt="ma-GST_51_1_1_21211" width="598" height="399" /></a><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB">La Paz ist der höchstgelegene Regierungssitz der Erde. </span></p>
<p>Wenn nicht Wolken, Nebel oder sintflutartige Regenfälle die Fahrt zu einem Vabanquespiel werden lassen, sorgt der aufgewirbelte Staub der trockenen Piste für riskante Sichtverhältnisse. Doch nicht nur die widrigen Umstände des gefahrvollen Abstiegs sorgen für Kopfschmerzen und Übelkeit  &#8211; die dünne Luft der Anden-Hochebene macht sogar den Einheimischen zu schaffen. Bevor es abwärts geht, windet sich der Bergpass zunächst auf 4.600 Meter und erreicht damit fast die Höhe des Mont Blanc, um anschließend über drei Klimazonen in den tropischen Regenwald abzuebben.</p>
<p><a rel="https://www.maground.com/de/detail/38130/" href="https://www.maground.com/de/detail/38130/" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-2660" title="ma-DFO_152_1_38130" src="http://blog.maground.com/wp-content/uploads/2010/02/ma-DFO_152_1_38130.jpg" alt="ma-DFO_152_1_38130" width="598" height="449" /></a><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB">Der Ausgang des Teufelsritts ist nicht selten vom Wetter abhängig.<br />
</span></p>
<p>Zahllose Kreuze säumen dabei den Weg und zeugen von vergangenen Tragödien. Waghalsige Piloten, die den besonderen Nervenkitzel auf zwei oder vier Rädern suchen und sich dabei an der einzigartigen Natur berauschen wollen, buchen immer häufiger eine Flug nach La Paz. Denn die fatale Route ist längst zu einer touristischen Attraktion geworden, von der mancher nicht wiederkehrt, um davon zu erzählen.</p>
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		<title>Brasília – Stadt im Schatten</title>
		<link>http://blog.maground.com/2009/06/brasilia-%e2%80%93-stadt-im-schatten/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 12:05:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GOE</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilia]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Hauptstadt Brasiliens ist ein Juwel Südamerikas. Von der UNESCO 1987 zum Weltkulturerbe erkoren, bietet Brasília eine architektonische Hochkultur wie wenige andere Städte im bevölkerungsreichsten Land des südamerikanischen Kontinents. Großzügig gebaut und dünn besiedelt kennt man im Landesinneren nicht das Ausmaß an Verfall und Armut, das sich großer Küstenstädte wie Rio de Janeiro oder São [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hauptstadt Brasiliens ist ein Juwel Südamerikas. Von der UNESCO 1987 zum Weltkulturerbe erkoren, bietet Brasília eine architektonische Hochkultur wie wenige andere Städte im bevölkerungsreichsten Land des südamerikanischen Kontinents. Großzügig gebaut und dünn besiedelt kennt man im Landesinneren nicht das Ausmaß an Verfall und Armut, das sich großer Küstenstädte wie Rio de Janeiro oder São Paulo bemächtigt hat. Die Bevölkerungsentwicklung vollzieht sich in rasantem Tempo. Seit der Gründung vor knapp 50 Jahren hat sich die Einwohnerzahl in der Metropolregion von 140.000 auf 2,5 Millionen fast verzwanzigfacht.</p>
<p>Doch Brasília führt ein schattiges Dasein im Rücken der massigen Mega-Metropolen am Atlantik, die auf den ersten Blick &#8211; trotz oder wegen ihrer krassen Gegensätze &#8211; die Erwartungen an eine Hauptstadt von Weltformat eher erfüllen. Ein genauerer Blick offenbart jedoch auch, wie imposant diese Zurückhaltung sein kann. Ein Gang durch die Stadt mutet wie ein Blick in die Zukunft an. Der futuristischen Architektur Brasílias liegt ein avantgardistisches städtebauliches Konzept zugrunde, das sich durch eine Leichtigkeit der Linienführung auszeichnet und mit einer Kombination aus Kurven und Geraden den beinahe schwebenden Gebäuden eine bemerkenswerte Plastizität verleiht.</p>
<p><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"><a rel="https://www.maground.com/de/detail/24506/#" href="https://www.maground.com/de/detail/24506/#" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1463" title="Brasilia" src="http://blog.maground.com/wp-content/uploads/2009/06/Brasilia.jpg" alt="Brasilia" width="598" height="452" /></a>© Moritz Schmid / MAGROUND</span></p>
<p><span id="more-491"></span></p>
<p>Brasílias Geschichte beginnt mit dem Beschluss für den Bau einer neuen Hauptstadt, der 1891 in der Verfassung verankert wurde. Als Nachfolger von Rio de Janeiro sollte sie den Bedarf nach einem föderalen Zentrum im Landesinneren erfüllen und damit zugleich die Entwicklung der inländischen Infrastruktur fördern. Nachdem 1922 die Grundsteinlegung nahe der Stadt Planaltina stattfand, verstrichen mehr als drei Jahrzehnte, ehe Lúcio Costa Ende der Fünfziger Jahre von Präsident Juscelino Kubitschek berufen wurde, als ausführender Stadtplaner die künftige Hauptstadt gemeinsam mit dem Architekten Oscar Niemeyer zu errichten. In einem gewaltigen Kraftakt wurde die Stadt binnen weniger Jahre aus dem Boden gestemmt &#8211; allein der für den Bau notwendige Stahl musste aus mehr als tausend Kilometern Entfernung herangeschafft werden.</p>
<p>Costa und Niemeyer hatten bereits den brasilianischen Pavillon für die New Yorker Weltausstellung im Jahr 1939 entworfen und begannen mit der Umsetzung von Costas „Plano Piloto“ auf dem zentralen Hochplateau in über tausend Metern Höhe. Als städtischer Grundriss wurde ein Kreuz gewählt, das die Erschließung der abgeschiedenen Gegend wie eine Landmarkierung symbolisieren soll. Die Eixo Monumental bildet dabei als Ost-West-Achse das Herzstück der Stadt; dort reihen sich auf einer Länge von knapp zehn Kilometern die bekanntesten Bauwerke aneinander. Am westlichen Ende der Achse befindet sich auf einer Fläche von rund 26.000 m² mit dem Platz der drei Gewalten die steingewordene Repräsentation der exekutiven, legislativen und judikativen Staatsgewalt. Neben dem mehrstöckigen Regierungssitz finden sich hier der Nationalkongress und der Oberste Gerichtshof Brasiliens, die, wie alle öffentlichen Gebäude, nach den Entwürfen Niemeyers umgesetzt wurden.</p>
<p>Gleiches gilt für die Catedral Metropolitana, der Kathedrale von Brasília &#8211; sie ist zweifelsohne eines der Meisterwerke Oscar Niemeyers. Für den kreisrunden Bau mit einem Durchmesser von 70 Metern wurden ausschließlich Beton und Glas verwendet. Charakteristisches Merkmal des Bauwerkes sind seine 16 hyperbolisch geformten Betonsäulen, die das Kirchenschiff wie betend gen Himmel gerichtete Hände umfassen. Der weitgehend leere Innenraum bietet 4.000 Menschen Platz und liegt einige Meter unterhalb der Bodenoberfläche, weshalb er nur über einen hinabführenden Zugang betreten werden kann.</p>
<p><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"><a rel="https://www.maground.com/de/detail/24514/#" href="https://www.maground.com/de/detail/24514/#" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1464" title="Brasilia_02" src="http://blog.maground.com/wp-content/uploads/2009/06/Brasilia_02.jpg" alt="Brasilia_02" width="598" height="736" /></a>© Moritz Schmid / MAGROUND</span></p>
<p>Niemeyers Schöpfungen zeichnen sich durch weiche Konturen und eine plastische Formensprache aus, der unverkennbar die verfeinerte Ästhetik der architektonischen Moderne anhaftet. Während seiner Zeit als Assistent von Le Corbusier hat er dessen funktionelle Architekturlehre verinnerlicht, deren auf Zweckmäßigkeit gerichtete Entwürfe klare und einfache Körper bei Verwendung moderner Baustoffe und Fertigungstechniken vorsehen. Ein Streifzug durch Brasília macht schnell deutlich, dass kaum eine andere Persönlichkeit der modernen Architektur einen Lebensraum so stark geprägt hat wie Niemeyer. Die Stadt ist das Panoptikum eines avantgardistischen Genies, dessen Handschrift sich auch in zahlreichen anderen Bauwerken auf dem gesamten Globus wieder finden lässt. Wer bei einer Reise nach Brasília nicht genug Zeit mitbringt, um alle Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, sollte sich im Espaço Lúcio Costa zumindest an dem 179 m² großen Modell der Stadt ansehen, was er verpasst.</p>
<p>Als Hauptstadt hat es Brasília nie geschafft, aus dem Schatten ihres Vorgängers zu treten, der Sinnbild des impulsiven brasilianischen Lebens ist. Das mag daran liegen, dass sie mit ihrer relativ geringen Größe nicht die Vielfalt und Dynamik des 200-Millionen-Einwohner großen Staates abbildet, die sich in Rio oder São Paulo eher präsentiert. Hinzu kommt, dass die noch junge Stadt nicht auf „natürliche&#8221; Weise entstanden ist und ihr deshalb die organisch gewachsenen Strukturen fehlen, die einem Lebensraum jenes individuelle Gesicht verleihen, das sich nicht am Reißbrett entwerfen lässt.</p>
<p>Die neue Hauptstadt musste die Liebe ihrer Bewohner erst gewinnen und leidet bis heute unter einem Mangel an atmosphärischer Intensität. Oscar Niemeyer sah das Experiment wohl auch deswegen, etwas düster rückblickend, als nicht erfolgreich an. Damit hat Brasília ein ähnliches Schicksal ereilt wie das australische Pendant Canberra, ebenfalls eine als Kompromisslösung entstandene Hauptstadt aus der Retorte. Canberra nimmt sich mit seinen knapp 350.000 Einwohnern vergleichsweise bescheiden aus gegen Metropolen wie Sydney oder Melbourne, die bei zehnfacher Größe ein anderes Flair versprühen. Es steht sicher nirgendwo geschrieben, dass die größte und bekannteste Stadt eines Landes auch dessen politisches und kulturelles Zentrum zu sein hat – das mag zwar häufig der Fall sein, letztlich bemisst sich die Qualität dafür aber nicht an den Erwartungen die an sie gestellt werden, sondern an dem individuellen Charakter, der jedem Raum seine einmalige Identität verleiht.</p>
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		<title>Sailing Rocks – Felsenwanderung im Tal des Todes</title>
		<link>http://blog.maground.com/2009/03/sailing-rocks-%e2%80%93-felsenwanderung-im-tal-des-todes/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 17:36:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GOE</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Death Valley]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Erde hat noch einige mysteriöse Geheimnisse in petto – im Death Valley, in der nordamerikanischen Mojave-Wüste, beschäftigt ein solches Mysterium die Wissenschaft bereits seit geraumer Zeit. Es sind die sogenannten Sailing Rocks, die auf rätselhafte Weise über die flache Ebene der Racetrack Playa wandern. Versuchen die Felsen dem Tal des Todes zu entkommen?
Sailing Stone [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Erde hat noch einige mysteriöse Geheimnisse in petto – im Death Valley, in der nordamerikanischen Mojave-Wüste, beschäftigt ein solches Mysterium die Wissenschaft bereits seit geraumer Zeit. Es sind die sogenannten <em>Sailing Rocks</em>, die auf rätselhafte Weise über die flache Ebene der <em>Racetrack Playa</em> wandern. Versuchen die Felsen dem Tal des Todes zu entkommen?</p>
<p><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"><a title="Racetrack Playa" rel="https://www.maground.com/de/detail/44643/" href="https://www.maground.com/de/detail/44643/" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-2905" title="ma-RED_70_1_44643" src="http://blog.maground.com/wp-content/uploads/2009/03/ma-RED_70_1_44643.jpg" alt="ma-RED_70_1_44643" width="598" height="340" /></a>Sailing Stone auf der Racetrack Playa.</span></p>
<p><span id="more-162"></span></p>
<p>Das Death Valley ist für sich genommen schon ein besonderer Ort. Seine von mehreren Gebirgsketten umschlossene Fläche erstreckt sich über mehr als 13.000 km² und bietet Stoff für allerhand Geschichten. Seinen Namen erhielt es nachdem im Jahr 1849 eine Gruppe von Glücksrittern, die im Goldrausch nach Kalifornien aufgebrochen war, in der Durchquerung des Tals eine Abkürzung wähnte und dort wochenlang ausweglos umherirrte. Zahlreiche Geisterstädte zeugen noch heute von der Anwesenheit der Goldgräber, die es immer wieder in die unwirtliche Gegend verschlagen hat. Es ist ein Ort der Extreme, Temperaturen von bis zu 60 °C machen ihn zum heißesten und trockensten Nationalpark der USA und Badwater ist mit 86 Metern unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt der Vereinigten Staaten. Ein Stück der legendären Route 66 verläuft durch das Tal, das auch Kulisse für den Showdown zwischen der Polizei und Charles Manson war, der sich mit seiner Family auf der Barker Ranch versteckt hielt.</p>
<p>Die <em>Racetrack Playa</em> fügt dieser an Abwechslung nicht armen Einöde ein weiteres Highlight hinzu. In dem ehemaligen Flussbett am westlichen Ende des Death Valley können erstaunte Besucher die Spuren von Felsen beobachten, die sich scheinbar wie von Geisterhand über die ebene Fläche bewegen. Seit der ersten wissenschaftlich dokumentierten Entdeckung des Phänomens vor gut 60 Jahren suchen Geologen nach einer plausiblen Erklärung für die Bewegung. Ein früher Erklärungsversuch führt die Gravitation als Ursache an und argumentiert, dass die Ebene ein Gefälle aufweist, wodurch die Felsbrocken langsam bergab rutschen. Tatsächlich weist die <em>Racetrack Playa</em> ein Nord-Süd-Gefälle auf, jedoch nur von 4 cm – auf einer Länge von 4,5 km. Die Gravitationsthese scheint damit eher abwegig, zumal die meisten Steine „bergauf“ wandern.</p>
<p>Mitte der 90’er Jahre nahm sich Dr. Paula Messina von der <em>San Jose State University</em> in Kalifornien der Untersuchung des Rätsels an. Den eigentlichen Bewegungsvorgang hatte bis dahin noch niemand beobachtet. Durch die Abgeschiedenheit des Gebietes waren den Möglichkeiten der wissenschaftlichen Erforschung natürliche Grenzen gesetzt. Eine Installation von Kameras war ausgeschlossen, da die Region 1994 zum Nationalpark erklärt wurde. Messina beschloss die Position jedes einzelnen der 162 Steine mittels GPS zu ermitteln, um deren Bewegung bei einer späteren Erhebung abgleichen und zentimetergenau verfolgen zu können. Im Verlauf der Datenauswertung und Betrachtung der klimatischen und geologischen Bedingungen ermittelte die Wissenschaftlerin zwei maßgebliche Faktoren für die Drift: Wind und Wasser. Die Oberfläche der <em>Playa</em> besteht aus feinem tonhaltigem Sediment, das bei Feuchtigkeit extrem glatt wird. In Verbindung mit den orkanartigen Stürmen, die zeitweise mit Geschwindigkeiten von mehr als 100 km/h über das 1130 Meter hochgelegene Areal hinwegfegen, könnte hier die Erklärung zu finden sein.</p>
<p>So leicht gibt der <em>Racetrack</em> sein Geheimnis jedoch nicht preis. Größe, Gewicht und Form scheinen keinen erklärbaren Einfluss auf Geschwindigkeit und Richtung der Felsen zu haben – manche bewegen sich in kurvenreichen Bögen, andere geradlinig und hinterlassen dabei Spuren von bis zu einem Kilometer Länge. Doch der Wind verrät noch mehr. An der südöstlichen Seite der <em>Playa</em> wird er durch die umgebenden Berge kanalisiert und formt einen natürlichen Windkanal – hier finden sich die längsten und geradesten Spuren. In der Mitte hingegen, wo zwei Windströme aufeinandertreffen, sind vermehrt die gewundenen Pfade auszumachen.</p>
<p>Dennoch bleibt die Frage, ob der Wind, selbst bei rutschigem Boden, genug Kraft entwickeln kann, um die bis zu 350 kg schweren Felsbrocken zu bewegen. Dr. Messina hält es für möglich, dass im Boden lebende Bakterien in Regenzeiten aktiv werden und lange haarförmige Fasern ausbilden, die zu einem Schmierfilm auf der Oberfläche führen, der selbst den schwersten Stein bei einem leichten Windstoß sanft dahingleiten lässt.</p>
<p>Was genau des Rätsels Lösung ist, wird wohl nicht endgültig geklärt werden. Die <em>Playa</em> darf bei Nässe nicht betreten werden – jeder Fußabdruck würde eine dauerhafte Narbe im Boden hinterlassen. Für Paula Messina ist das zu verschmerzen: „In der Wissenschaft geht es um das Streben nach Wissen und nicht notwendigerweise darum, alle Antworten zu kennen. Ein Teil der Verlockung dieses Ortes liegt in seinem Mysterium. Von mir aus kann das auch gerne so bleiben.“<br />
<a href="http://www.pbs.org/wnet/nature/deathvalley/rocks.html">pbs.org</a></p>
<p><a href="http://geology.com/articles/racetrack-playa-sliding-rocks.shtml">geology.com</a></p>
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