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	<title>MABLOG &#187; Bolivien</title>
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		<title>Der Pfad des Todes</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 08:04:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GOE</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus dem dichten Nebel des wolkenverhangenen Bergregenwaldes ertönt ein lautes Hupen, bevor ein Jeep vorsichtig eine enge Kurve passiert. Behutsam lenkt der Fahrer seinen Geländewagen den Abgrund entlang. Es hat ihn an die steilen Hänge des bolivianischen Hochlands verschlagen, wo auf einer Höhe von 3.600 Metern der <em>Camino de la Muerte</em> beginnt – die Straße des Todes. So eindrucksvoll wie sich die Landschaft auf einer Strecke von rund 60 Kilometern entfaltet, so riskant ist die Abfahrt ins tropische Tiefland.</p>
<p><a rel="https://www.maground.com/de/detail/38154/" href="https://www.maground.com/de/detail/38154/" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-2657" title="ma-DFO_156_1_38154" src="http://blog.maground.com/wp-content/uploads/2010/02/ma-DFO_156_1_38154.jpg" alt="ma-DFO_156_1_38154" width="598" height="449" /></a><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB">Abenteuerlicher wird man kaum durch das bolivianische Hochland reisen können.</span></p>
<p><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"><span id="more-2630"></span></span>Der stellenweise nur drei Meter breite Bergpass wurde vor achtzig Jahren von Häftlingen in den Fels getrieben und führt von La Paz hinab nach Coroico, in die Täler der Yungas. Das milde Klima unten im Amazonas-Regenwald bildet die landwirtschaftliche Grundlage für die Versorgung der Millionenstadt in den Anden. Dafür quälen sich vollbeladene Lkw über 3.000 Höhenmeter den Pass hinauf. Weil die Kante der schmalen Piste in der Vergangenheit regelmäßig unter ihrer tonnenschweren Last weggebrochen ist, herrscht Linksverkehr auf der leitplankenlosen Straße, neben der ein bis zu 600 Meter tiefer Abgrund gähnt. Hier ereignete sich 1983 auch der bis heute tragischste Verkehrsunfall Boliviens, als ein Bus mit 100 Insassen in die Tiefe stürzte. Hunderte Opfer hat der Todespfad in den vergangenen Jahrzehnten gefordert und trägt deshalb seit 1995 den zweifelhaften Titel der gefährlichsten Straße der Welt.</p>
<p><a rel="https://www.maground.com/de/detail/21211/" href="https://www.maground.com/de/detail/21211/" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-2641" title="ma-GST_51_1_1_21211" src="http://blog.maground.com/wp-content/uploads/2010/02/ma-GST_51_1_1_21211.jpg" alt="ma-GST_51_1_1_21211" width="598" height="399" /></a><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB">La Paz ist der höchstgelegene Regierungssitz der Erde. </span></p>
<p>Wenn nicht Wolken, Nebel oder sintflutartige Regenfälle die Fahrt zu einem Vabanquespiel werden lassen, sorgt der aufgewirbelte Staub der trockenen Piste für riskante Sichtverhältnisse. Doch nicht nur die widrigen Umstände des gefahrvollen Abstiegs sorgen für Kopfschmerzen und Übelkeit  &#8211; die dünne Luft der Anden-Hochebene macht sogar den Einheimischen zu schaffen. Bevor es abwärts geht, windet sich der Bergpass zunächst auf 4.600 Meter und erreicht damit fast die Höhe des Mont Blanc, um anschließend über drei Klimazonen in den tropischen Regenwald abzuebben.</p>
<p><a rel="https://www.maground.com/de/detail/38130/" href="https://www.maground.com/de/detail/38130/" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-2660" title="ma-DFO_152_1_38130" src="http://blog.maground.com/wp-content/uploads/2010/02/ma-DFO_152_1_38130.jpg" alt="ma-DFO_152_1_38130" width="598" height="449" /></a><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB">Der Ausgang des Teufelsritts ist nicht selten vom Wetter abhängig.<br />
</span></p>
<p>Zahllose Kreuze säumen dabei den Weg und zeugen von vergangenen Tragödien. Waghalsige Piloten, die den besonderen Nervenkitzel auf zwei oder vier Rädern suchen und sich dabei an der einzigartigen Natur berauschen wollen, buchen immer häufiger eine Flug nach La Paz. Denn die fatale Route ist längst zu einer touristischen Attraktion geworden, von der mancher nicht wiederkehrt, um davon zu erzählen.</p>
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